ownCloud und Nextcloud im Vergleich

In der heutigen digitalen Ära entscheiden sich immer mehr Menschen dafür, ihre persönliche oder geschäftliche Sammlung an Dokumenten, Bildern, Musik und Videos mithilfe von Cloud-Collaboration-Lösungen zu organisieren. Plattformen wie Microsoft 365 oder Google Workspace bieten den Vorteil einer ständigen und plattformübergreifenden Verfügbarkeit über das Internet, was sie zu einer attraktiven Alternative zur lokalen Speicherung auf PC, Tablet oder Smartphone macht. Bei der Handhabung sensibler Daten stellt sich jedoch oft die Frage nach der Sicherheit der gespeicherten Informationen.

Wer die Vorzüge der Cloud nutzen und gleichzeitig die volle Kontrolle über seine Daten behalten möchte, sollte in Betracht ziehen, einen eigenen Cloud-Dienst zu betreiben. Im Bereich der Open-Source-Software finden sich bereits leistungsstarke Anwendungen, die diesen Anforderungen gerecht werden. Besonders die Programme ownCloud und Nextcloud haben sich in letzter Zeit als leistungsfähige Lösungen etabliert. Dieser Ratgeber wird beide Dienste näher untersuchen.


ownCloud vs. Nextcloud: Übersicht

Stand: 11/2025



Websitenextcloud.com
owncloud.com
EntwicklerNextcloud GmbHownCloud GmbH
Veröffentlichung20162010
LizenzOpen SourceOpen Source / proprietär
unterstütze BetriebssystemeWindows, macOS, Linux, iOS, AndroidWindows, macOS, Linux, iOS, Android
Kostenpflichtige Features
eigenes Hosting möglich


Die Entstehung von Nextcloud

Im Juni 2016 verließ Frank Karlitschek, der Gründer von ownCloud, gemeinsam mit zahlreichen Entwicklern die ownCloud GMbH, das zu dieser Zeit finanzielle Schwierigkeiten hatte. Kurz darauf entstand die neue Plattform Nextcloud, die sich verstärkt auf die Zusammenarbeit im Team fokussierte. Durch kontinuierliche Weiterentwicklung hat sich Nextcloud inzwischen weltweit zu einer der gefragtesten Open-Source-Lösungen für selbstgehostete Cloud-Anwendungen entwickelt. Neben technischen Innovationen spielte auch die Lizenzfrage eine wesentliche Rolle bei der Abspaltung: Während ownCloud einige Funktionen inzwischen nur noch in der kostenpflichtigen Enterprise-Edition anbietet, bleiben alle Features von Nextcloud unter der kostenfreien AGPLv3-Lizenz zugänglich.


Owncloud vs Nextcloud: Der Vergleich

ownCloud

Die 2010 veröffentlichte ownCloud bietet eine flexible Cloud-Plattform, die durch ihre modulare Struktur erweiterbar ist. Sie wurde vom zuvor in der KDE-Community aktive Frank Karlitschek ins Leben gerufen, um den Nutzenden eine freie Alternative zu den kommerziellen Cloud-Diensten (z.B. OneDrive von Microsoft) zu bieten. Die KDE-Community hat sich der Förderung freier Software verschrieben und unterstützt zahlreiche Open-Source-Projekte wie z.B. Okular oder Dolphin. Die zentrale Komponente von ownCloud ist die Server-Software ownCloud Infinite Scale, die auf einer Vielzahl von Servern oder Webspace problemlos installiert werden kann. 

Für die aktuelle Version von ownCloud geben die Entwickler folgende Systemanforderungen vor:

Stand: 11/2025
Betriebssystem (OS)
  • Debian 10
  • Red Hat Enterprise Linux 7, 8 und 9 einschließlich aller 100% kompatiblen Derivate
  • SUSE Linux Enterprise Server 12 mit SP4/5 und 15
  • Ubuntu 20.04 (empfohlen)
  • 22.04
  • openSUSE Leap 15.2
Datenbank
  • MySQL 8+ (empfohlen)
  • MariaDB 10.2+ (empfohlen)
  • Oracle 11, 12, 19c im Kompatibilitätsmodus (nur Enterprise!)
  • PostgreSQL 9, 10, 11, 12, 13 or 14
  • SQLite (Nicht für Produktion)
Web ServerApache 2.4 mit prefork und mod_php
SkriptsprachePHP 7.4

Sobald der ownCloud-Server erfolgreich eingerichtet ist, was durch verschiedene Anleitungen im Digital Guide unterstützt wird, können Nutzer Dateien über den Desktop-Client hochladen. Dieser Client steht kostenfrei für die Betriebssysteme macOS, Windows und Linux zur Verfügung. Ergänzend gibt es mobile Apps für Android und iOS, die im Google Play Store bzw. im Apple AppStore erhältlich sind. Über diese Anwendungen können lokale Verzeichnisse erstellt werden, die sich jederzeit mit dem Cloud-Server synchronisieren lassen – solange eine Internetverbindung besteht. Mit der integrierten Filesharing-Funktion können Dateien zudem mit anderen Nutzern geteilt werden, bei Bedarf sogar durch Passwörter gesichert.


Für Geschäftskunden bietet ownCloud optional auch professionellen Support, der kostenpflichtig und in zwei verschiedenen Modellen erhältlich ist. Der Standard-Tarif kostet monatlich 5,24 € pro Benutzer (ab 50 Nutzern) und beinhaltet werktags E-Mail-Support (8x5 mit 24h Reaktionszeit). Der Tarif ist an die kostenfreie AGPLv3-Lizenz gekoppelt, wodurch alle Softwareänderungen auch der Community zur Verfügung stehen. Das zweite Modell, die Enterprise-Version, beginnt bei 15,67 € pro Nutzer pro Monat (ebenfalls ab 25 Nutzern) und bietet neben globalem E-Mail- und Telefon-Support (9x5 mit 2h Reaktionszeit) den Zugriff auf exklusive Enterprise-Funktionen. Hierbei wird die kommerzielle Lizenz von ownCloud verwendet.

ownCloud verfügt über zahlreiche Funktionen, die die Benutzerfreundlichkeit der Plattform weiter steigern. Im Folgenden eine Übersicht der wichtigsten Features:

  • Aktivitäten-Protokoll: Das Protokoll bietet eine umfassende Übersicht aller Nutzeraktionen innerhalb der Cloud. Ob eine Datei hochgeladen, verändert, gelöscht oder freigegeben wird, all diese Ereignisse werden automatisch in einem Protokoll erfasst.
  • Gruppen- und Zugriffsverwaltung: Sie können Gruppen anlegen, um die Datei-Freigabe für bestimmte Benutzerkreise zu vereinfachen. Der Zugriff auf geteilte Daten lässt sich zusätzlich gezielt steuern, sodass bestimmte Aktionen wie Löschen, Bearbeiten oder Erstellen auf spezifische Nutzer beschränkt werden können.
  • Unbegrenzte Dateigröße: ownCloud ermöglicht das Speichern und Teilen von Dateien ohne Größenbeschränkung. Theoretisch können Dateien mit einer Größe von bis zu 8 Exabyte verarbeitet werden.
  • Gemeinsame Bearbeitung von Office-Dokumenten: Durch die Integration von Office-Suiten wie Collabora Online oder OnlyOffice (erhältlich für Enterprise-Versionen oder ownCloud SaaS) können Teams direkt über das Webinterface gemeinsam an Dokumenten arbeiten.
  • Versionierung und Dateisperrung: Um Konflikte beim Zugriff auf Dateien zu vermeiden, können diese gesperrt werden. Zudem bietet ownCloud eine automatische Versionierung, sodass ältere Dateiversionen jederzeit wiederhergestellt werden können.
  • Impersonation: Administratoren haben die Möglichkeit, sich als andere Nutzer anzumelden, um bei technischen Problemen zu unterstützen oder den Zugriff zu überprüfen, falls dies notwendig ist.

Weitere Funktionen und Apps können über den ownCloud Marketplace hinzugefügt werden.

Das ownCloud-Paket wird durch eine Vielzahl von Sicherheitsfunktionen abgerundet, die den Schutz der Daten gewährleisten. Hierbei gibt es jedoch einige Unterschiede zwischen der kostenlosen Community-Version und der kostenpflichtigen Enterprise-Edition. Nachfolgend eine Übersicht:


ownCloud 
Standard
ownCloud
Enterprise
Serverseitige Verschlüsselung (AES-256)
Zwei-Faktor-Authentifizierung
SAML/SSO-Authentifizierung
Virenscanner (ClamAV)
Ransomware-Schutz
Datei-Firewall
Passwort-Regeln
Audit-Logs


Zum Abschluss der Vorstellung von ownCloud haben wir Ihnen noch eine kurze Übersicht über die Vor- und Nachteile der Kollaborationslösung zusammengestellt:

VorteileNachteile
Verfügbar für alle gängigen PlattformenNur sehr unregelmäßige Updates
Minimale Systemvoraussetzungen an Hard- und Softwarelangsame Fehlerbehebung und Schwachstellen-Offenlegung
Hochgradig erweiterbar, da modularer AufbauPerformance-Probleme bei vielen, kleinen Dateien
Hohe Anzahl an Anleitungen und DokumentationenAnfallende Kosten für Support durch Techniker


Sollten Sie sich unsicher sein, ob Sie die Funktionen aus dem Enterprise-Tarif wirklich benötigen, haben Sie die Möglichkeit, die Features zunächst für 30 Tage zu testen. Die Testversion können Sie über das Kontaktformular von ownCloud anfordern und anschließend erhalten Sie den Download-Link zeitnah per E-Mail.

Nextcloud

Als sich Nextcloud im Jahre 2016 erstmals als unabhängiges Projekt von ownCloud abgespalten hat, stellte die Plattform im Wesentlichen eine überarbeitete Open-Source-Version der damaligen ownCloud-Software dar, die mit einem frischen Design versehen wurde. Seither hat die Nextcloud GmbH, der neben Frank Karlitschek auch weitere ehemalige ownCloud-Mitglieder beigetreten sind, die Software jedoch rasant weiterentwickelt.

Das zentrale Produkt, Nextcloud Server, ist auf fast jedem Server oder Webspace installierbar. Für einen stabilen Betrieb wird mindestens 512 MB Arbeitsspeicher empfohlen. Was die Systemanforderungen angeht, sind die Unterschiede zu ownCloud nur minimal:

Stand: 10/2025
Betriebssystem (OS)
  • Debian 12 (Bookworm)
  • Red Hat Enterprise Linux 8
  • Red Hat Enterprise Linux 9 (empfohlen)
  • SUSE Linux Enterprise Server 15
  • Ubuntu 22.04 LTS
  • Ubuntu 24.04 LTS (empfohlen)
  • openSUSE Leap 15.6
  • CentOS Stream
  • Alpine Linux
Datenbank
  • MySQL 8 und 8.4
  • MariaDB 10.6, 10.11 (empfohlen) und 11.4
  • Oracle 11g, 19c, 21c und 23ai (nur Enterprise Subscribtion!)
  • PostgreSQL 13, 14, 15, 16 und 17
  • SQLite 3.24+ (Nur für Testing und Minimal-Instanzen empfohlen)
Web Server
  • Apache 2.4 mit mod_php
    und
    php-fpm (empfohlen)
  • nginx mit php-fpm
Skriptsprache
  • PHP 8.1 (veraltet)
  • PHP 8.2
  • PHP 8.3 (empfohlen)
  • PHP 8.4

Um Dateien auf einen eingerichteten Nextcloud-Server hochzuladen, gibt es Desktop-Clients für die wichtigsten Betriebssysteme. Nutzer von Windows und macOS können die Software direkt von der offiziellen Website herunterladen. Linux-Anwender, darunter diejenigen von openSUSE, Arch Linux, Fedora, Ubuntu und Debian, finden die passenden Pakete in der Softwareverwaltung ihrer Distribution. Für mobile Endgeräte stehen kostenlose Apps im Google Playstore für Android bzw. im Apple AppStore für iOS zur Verfügung. Mit diesen Clients lassen sich beliebige lokale Verzeichnisse mit dem Cloud-Server synchronisieren. Durch den integrierten Dateimanager und die Filesharing-Funktionen behalten Anwender den Überblick über ihre Dateien und können diese unkompliziert innerhalb der Cloud oder über öffentliche Links mit anderen teilen.


Da das Entwicklerteam großen Wert auf freie Software legt, sind alle Nextcloud-Komponenten unter der GNU-AGPLv3-Lizenz veröffentlicht. Dennoch bietet die Nextcloud GmbH auch kostenpflichtige Enterprise-Lösungen für Unternehmen an, die erweiterte Funktionen und professionellen Support wünschen. Diese Pakete stehen ab 100 Nutzern zur Verfügung und beinhalten zusätzliche Dienstleistungen wie erweiterte Kollaborationstools und Integrationen. Es gibt drei Preismodelle zur Auswahl (Stand 11/2025):

  • Standard: Dieses Paket, das ab 67,89 € jährlich pro Nutzer erhätlich ist, umfasst ein individuelles Branding, eine Installationsüberprüfung, Support per E-Mail (Antwortzeit innerhalb 48 Stunden) sowie ebenfalls ein Jahr Langzeitsupport.
  • Premium: Für 99,99 € jährlich pro Nutzer bietet der Premium-Plan zusätzlich langfristige Unterstützung (5+ Jahre), erweiterten Support (Anrufe und Fernsitzungen mit einem Techniker), einen Microsoft Office Online Server Connector sowie Hilfe bei der Skalierung der Cloud-Infrastruktur.
  • Ultimate: Zum Preis von 195 € pro Nutzer und Jahr beinhaltet das Ultimate-Paket das volle Spektrum an Funktionen, darunter 24/7-Support, Integration von professionellen Tools und eine SIP-Bridge, die Nextcloud Talk für IP-Telefonie mit einem SIP-Provider verbindet.

Nextcloud bietet weit mehr als nur die grundlegenden Funktionen für den Upload und Download von Dateien. Mit einer Vielzahl an Funktionen eröffnet die Plattform sowohl normalen Nutzern als auch administrativen Verantwortlichen erweiterte Möglichkeiten zur effektiven Dateiverwaltung. Nachfolgend eine Übersicht für die Funktionen:

  • Workflow-Management: Dank spezifischer Workflow-Funktionen wie Zugriffskontrollen und automatisierter Dateierfassung behalten Administratoren den Überblick. Mit einem einfach anpassbaren Regelwerk können beispielsweise bestimmte Aktionen für definierte Nutzergruppen eingeschränkt werden.
  • Server-Monitoring: Die Plattform bietet detaillierte Einblicke in die Aktivitäten der Nutzer und informiert über Änderungen oder Downloads von freigegebenen Dateien. Das Monitoring-Tool liefert außerdem Daten zur Performance und Stabilität des eigenen Cloud-Servers.
  • Integrierte Office-Lösungen: Nextcloud Hub verfügt über integrierte Werkzeuge für die gleichzeitige Bearbeitung von Dokumenten. Mit bekannten Anwendungen wie Collabora Online oder OnlyOffice können Nutzer gemeinsam an Dokumenten (z. B. von LibreOffice oder Microsoft Office) arbeiten.
  • Branding und Theming: Mit der Theming-App können Nutzer das Design ihrer Cloud anpassen. Es ist auch möglich, kostenfrei ein eigenes Logo hochzuladen, ein neues Hintergrundbild auszuwählen sowie den Namen und Slogan zu ändern.
  • Volltextsuche: In Verbindung mit Indexierungsdiensten wie Apache Solr oder Elasticsearch kann eine umfassende Volltextsuche im Cloud-Speicher eingerichtet werden. Diese erfasst unter anderem Texte, PDFs, Bilder, Audiodateien sowie Office-Dokumente.
  • Zusammenarbeit: Die Workspaces ermöglichen es Nutzern, Ordner mit Notizen, To-do-Listen und weiteren Informationen zu erstellen. Diese Inhalte können von anderen in Echtzeit bearbeitet oder als erledigt markiert werden. Das Dashboard zeigt zudem den Status der Nutzer an: Sind sie online oder offline? Haben sie eine Datei geöffnet oder auf einen Kommentar geantwortet?
  • All-in-One-Installation: Für eine einfachere Installation in kleinen und mittleren Unternehmen ist Nextcloud als All-in-One-Docker- oder VM-Image verfügbar. Zudem ist eine direkte Installation in verschiedenen Cloud-Umgebungen wie Azure und AWS möglich.

Eine der Hauptstärken von Nextcloud liegt in ihrer flexiblen Modularität, die eine umfassende Erweiterbarkeit ermöglicht. Nutzer können verschiedene Funktionen aus unterschiedlichen Bereichen wie „Integration“, „Multimedia“, „Büro & Text“ sowie „Authentifizierung & Autorisierung“ durch Nextcloud-Apps hinzufügen. Im eigenen App Store listet Nextcloud alle offiziell unterstützten Erweiterungen, wo über 200 verfügbare Module mit entsprechenden Dokumentationen und Download-Links bereitstehen. Zusätzlich gibt es einen Leitfaden zur Programmierung von Modulen.

Die beliebtesten Apps für Nextcloud haben wir Ihnen in unserem Blogartikel "Die beliebtesten Apps für Ihre Nextcloud-Lösung" zusammengestellt.

Neben einer breiten Palette an Funktionen spielt auch die Datensicherheit eine entscheidende Rolle, besonders für Informationen, die in den „Privat“-Clouds gespeichert werden. Daher stellt Nextcloud den Nutzern leistungsstarke Werkzeuge zur Verfügung, um einen optimalen Schutz der Daten zu gewährleisten:

Serverseitige Verschlüsselung (AES-256)Neben dem regulären Datenaustausch über SSL/TLS besteht die Möglichkeit, alle Daten auf dem Server zu verschlüsseln.
Ende-zu-Ende-VerschlüsselungNextcloud ermöglicht es, Dateien und Ordner so zu speichern und auszutauschen, dass eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gewährleistet ist.
Brute-Force-SchutzDie Standardkonfiguration von Nextcloud enthält bereits Schutzmechanismen gegen Brute-Force-Attacken.
Content Security Policy 3.0Durch die Implementierung der Content Security Policy 3.0 (CSP) kann die Web-Oberfläche von Nextcloud zusätzlich gesichert werden.
Zwei-Faktor-AuthentifizierungAdministratoren haben über die Kommandozeile die Möglichkeit, die Zwei-Faktor-Authentifizierung für Nutzer zu aktivieren oder abzulehnen.
SAML/SSO-AuthentifizierungNextcloud unterstützt die SAML-Markup-Sprache sowie das Single Sign-On (SSO), um eine nahtlose Authentifizierung zu ermöglichen.
PasswortrichtlinienAdministratoren können spezifische Regeln für die Erstellung von Passwörtern im Rahmen von Anmeldungen und Dateifreigaben festlegen.



Wenn Sie Nextcloud testen möchten, dann müssen Sie nicht unbedingt die Cloud-Software herunterladen und installieren. Nextcloud bietet auf deren Webseite einen kostenlosen Zugang zu einer Demo-Instanz an, worüber Sie die Anwendung für 60 Minuten ausprobieren können.

Zum Abschluss der Vorstellung von Nextcloud haben wir Ihnen noch eine kurze Übersicht über die Vor- und Nachteile der Kollaborationslösung zusammengestellt:

VorteileNachteile
Die Benutzeroberfläche kann jederzeit und problemlos an die individuellen Wünsche angepasst werdenFür Klein- und mittelständische Unternehmen empfiehlt es sich auf einen externen Hosting-Anbieter zu setzen, da der Nextcloud-Support erst ab einer Anzahl von 50 Usern zur Verfügung steht.
Die Sicherheitsfeatures wie Brute-Force-Schutz, usw. stehen bereits standardmäßig zur Verfügung. Außerdem bietet Nextcloud ein lukratives Bug-Bounty-Programm an (bis zu 10.000 $ als Belohnung).Die Cloud-Lösung ist sehr hochwertig, aber leider nicht alle zusätzlichen Apps. Durch die Einbindung (optional) erhöht sich leicht das Fehler- und Angriffspotenzial.
Nextcloud ermöglicht nicht nur den Austausch von Dateien, sondern bietet auch eine Reihe weiterer Funktionen zur Zusammenarbeit, einschließlich Audio- und Video-Kommunikation.Performance-Probleme bei vielen, kleinen Dateien
Bugs oder Sicherheitslücken werden relativ schnell behoben.Entwickler-Support nur durch zusätzliche Kosten zu erhalten



Wo liegen die wesentlichen Unterschiede zwischen ownCloud und Nextcloud?

Im Bereich der Zusammenarbeit ist Nextcloud deutlich breiter aufgestellt als ownCloud. Seit seiner Einführung im Jahr 2016 hat sich Nextcloud von einer simplen Lösung für die Synchronisierung und den Austausch von Dateien zu einer hochwertigen Alternative zu umfassenden Cloud-Suiten wie Microsoft 365 weiterentwickelt. Die Differenzen in Bezug auf die Speicherung und den Austausch von Dateien sind dabei minimal.

Erst bei der Analyse der zusätzlichen Funktionen und Sicherheitsmerkmale treten die wesentlichen Unterschiede zutage. Bei ownCloud schränkt die Lizenzpolitik den Zugang zu bestimmten Funktionen wie Volltextsuche, Workflow-Management oder Branding auf zahlende Enterprise-Kunden ein. Im Gegensatz dazu sind Nextcloud-Nutzer nicht mit solchen Beschränkungen konfrontiert, da lediglich der Support und der Update-Service kostenpflichtig sind.

Mit Funktionen wie integriertem Echtzeit-Dokumentenmanagement sowie Audio- und Videoanrufen hat Nextcloud nicht nur in puncto Funktionsumfang, sondern auch hinsichtlich der Sicherheitsstandards schnell das Vorbild übertroffen. Zu den Standard-Sicherheitsmerkmalen von Nextcloud zählen unter anderem automatisch aktivierter Brute-Force-Schutz, einfach einzurichtende Zwei-Faktor-Authentifizierung und serverseitige Verschlüsselung der Dateien.

Sie möchten Ihren Nextcloud-Server auf einen neuen Server umziehen? In unserem Blogartikel "Nextcloud umziehen: So gelingt der reibungslose Serverwechsel" finden Sie nützliche Tipps, die Sei bei Ihrem Umzug unterstützen können.


Nextcloud bei Webwide

Als Kunde von Webwide stehen Ihnen die Türen in Sachen Nextcloud weit offen. Einerseits haben Sie als Privat- oder Geschäftskunde die Möglichkeit Nextcloud auf Ihrem eigenen Server zu installieren. Andererseits können Sie auch auf unser Nextcloud-Hosting zurückgreifen. Der Vorteil an der von uns gehosteten Variante ist, dass Sie sich um nichts kümmern müssen. Für den Server und dessen Sicherheit sowie die regelmäßige Aktualisierung der Nextcloud-Software sorgen wir. Sie können den Service einfach nur nutzen. Nachfolgend finden Sie unsere Angebote:

Sollten Sie sich für einen eigenen vServer entscheiden, dann können Sie zwischen den folgenden Betriebssystemen wählen:

  • Alma 8
  • Alma 9
  • Debian 11
  • Debian 12
  • Rocky Linux 8
  • Rocky Linux 9
  • Ubuntu 20.04
  • Ubuntu 22.04
  • Ubuntu 24.04

Sie sind sich unsicher, welches Betriebssystem Sie wählen sollen? In unserem Blogartikel "Ein Überlick über verschiedene Linux-Distributionen" finden Sie einen ausführlichen Überblick.


Sollten Sie sich für einen eigenen Server entscheiden, sollten Sie bei der Auswahl der Serverspezifikationen auf die Systemvoraussetzungen achten, die wir weiter oben genannt haben. In unseren Schritt-für-Schritt-Anleitungen für Debian 12 und Ubuntu 22.04 erhalten Sie detaillierte Informationen, die Sie bei der Installation und Einrichtung auf dem jeweiligen Betriebssystem unterstützen.

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