Was ist ein CNAME-Eintrag und wie kann ich diesen erstellen?


Ein CNAME-Eintrag (kurz für Canonical Name Record) ist ein spezieller DNS-Eintragstyp, der im Domain Name System (DNS) verwendet wird. Er dient dazu, einen Domainnamen auf einen anderen Domainnamen zu verweisen. CNAME-Einträge sind ein wichtiges Werkzeug im modernen Hosting- und Domainmanagement und wird anstelle eines A-Eintrags verwendet.

Ein CNAME-Eintrag legt fest, dass ein bestimmter Hostname ein Alias (also ein anderer Name) für einen anderen Hostnamen ist. Das bedeutet: Wenn ein CNAME-Eintrag existiert, zeigt die ursprüngliche Domain nicht direkt auf eine IP-Adresse, sondern verweist auf einen anderen Domainnamen, der wiederum aufgelöst wird. 

Beispiel

www.beispiel.de   →   beispiel.hostinganbieter.net

In diesem Fall verweist www.beispiel.de über einen CNAME-Eintrag auf beispiel.hostinganbieter.net. Wenn ein Nutzer www.beispiel.de im Browser aufruft, fragt der DNS-Resolver die Zieladresse von beispiel.hostinganbieter.net ab und leitet die Anfrage dorthin weiter.


Wofür wird ein CNAME-Eintrag verwendet?

CNAME-Einträge werden häufig eingesetzt, um:

  • Subdomains auf andere Dienste umzuleiten, z. B. für externe Dienste wie Content Delivery Networks (CDNs), Shopsysteme oder Website-Builder
  • Markenfreundliche URLs zu schaffen, z. B. shop.beispiel.deshopanbieter.de/meinefirma
  • Mehrere Domainnamen auf denselben Server zeigen zu lassen, ohne IP-Adressen zu duplizieren
  • Mehrere Websites auf eine Hauptwebseite verweisen
  • Die Verwaltung von DNS-Einträgen zu vereinfachen, da sich die Zieladresse (Canonical Name) zentral verwalten lässt.


Wie funktioniert ein CNAME-Eintrag?

Ein CNAME-Eintrag funktioniert wie ein Verweis:

  1. Der DNS-Server erhält eine Anfrage für eine Domain (z. B. www.beispiel.de).
  2. Wenn ein CNAME-Eintrag existiert, verweist dieser auf eine andere Domain (z. B. beispiel.hostinganbieter.net).
  3. Der DNS-Resolver fragt anschließend die IP-Adresse für den Zielnamen (beispiel.hostinganbieter.net) ab.
  4. Erst dann wird die IP-Adresse an den anfragenden Client zurückgegeben.

Das bedeutet, dass durch einen CNAME-Eintrag eine zusätzliche Auflösungsstufe eingeführt wird. In diesem Ablauf stellt also beispiel.hostinganbieter.net den kanonischen oder auch wahren Namen von www.beispiel.de dar.

Unterschied zu A- und AAAA-Einträgen

TypVerweist aufBeispielzielVerwendung
AIPv4-Adresse192.0.2.1IPv4-Zuordnung für Hosts
AAAAIPv6-Adresse2001:db8::1IPv6-Zuordnung für Hosts
CNAMEAnderen Hostnamenziel.domain.deAlias für andere Domains


Wie in der Tabelle zu sehen, verweisen A- und AAAA-Einträge immer direkt auf eine IP-Adresse während CNAME-Einträge immer auf einen anderen Domainnamen verweisen, der dann wiederrum aufgelöst wird.

Unterschied zu Domainweiterleitungen

Ein häufiger Irrtum ist die Verwechslung von CNAME-Einträgen mit HTTP-Weiterleitungen. Sie unterscheiden sich jedoch grundlegend:

MerkmalCNAME-EintragDomainweiterleitung (z.B. 301/302)
EbeneDNSWebserver oder Hoster
Sichtbarkeit im BrowserNicht sichtbar - URL bleibt gleichSichtbar - URL ändert sich
Technische GrundlageDNSHTTP-Protokoll
ZieltypHostnameURL (inkl. Pfad)
AnwendungsbereichAlias für DNS-ZieleBenutzerweiterleitung im Browser


Einschränkungen und Besonderheiten von CNAME-Einträgen

  • Kein CNAME für Root-Domain: CNAME-Einträge dürfen nicht auf der obersten Ebene (z. B. meinefirma.de) verwendet werden, da dies andere DNS-Einträge wie MX (für E-Mails) unbrauchbar machen würde. Nur Subdomains (z. B. www.meinefirma.de) dürfen per CNAME aufgelöst werden.
  • Keine Kombination mit anderen Einträgen: Eine Domain, die einen CNAME-Eintrag besitzt, darf keine weiteren DNS-Einträge desselben Namens enthalten (z. B. A, AAAA, MX, TXT, etc.).
  • Performance: Da CNAME-Einträge eine zusätzliche DNS-Auflösung erfordern, kann es zu minimal längeren Antwortzeiten kommen – dies ist jedoch in der Praxis meist vernachlässigbar.
  • Kettenbildung vermeiden: Mehrfache CNAME-Verweise (CNAME → CNAME → A) sind möglich, sollten aber vermieden werden, da sie die Auflösung verlangsamen und Fehleranfälligkeit erhöhen.
  • Muss auf einen Domainnamen verweisen: Ein CNAME darf immer nur auf einen Domainnamen verweisen. Ein Verweis auf eine IP-Adresse ist nicht möglich. Hierfür steht der Typ A-Record zur Verfügung.


Wie richte ich einen CNAME-Eintrag für meine Domain bei WebWide ein?

1

Im ersten Schritt loggen Sie sich bitte auf unserer Webseite mit Ihren Zugangsdaten in Ihren Kundenaccount ein. 

Falls Sie das Passwort nicht mehr vorliegen haben, dann nutzen Sie bitte die Passwortwiederherstellungsfunktion unterhalb des Passwortfeldes (Passwort vergessen).


2

Nach dem Login werden Ihnen die Domain(s) angezeigt, die Sie bei uns verwalten. Klicken Sie nun auf das Zahnrad bei Ihrer Domain, um in die Einstellungen der jeweiligen Domain zu gelangen und wechseln Sie anschließend in den Reiter DNS.


3

Klicken Sie auf Eigene Zone anlegen, um die unten angezeigte DNS-Zone zu überschreiben.


4

Geben Sie nun den gewünschten CNAME-Eintrag ein. 

  • Im Feld Quelle können Sie die Subdomain festlegen, für die der Eintrag gelten soll.
  • Bei Typ wählen Sie CNAME aus.
  • Im Feld Ziel geben Sie anschließend den Hostnamen an, auf den die Subdomain weiterleiten soll. Wenn Sie auf einen externen Hostnamen verweisen, dann muss nach dem FQDN ein Punkt erfolgen!

Wenn Sie einen zusätzlichen Eintrag benötigen, dann klicken Sie bitte auf das grüne Plus-Zeichen (+).


5

Klicken Sie auf Speichern, um die getätigten Einstellungen zu übernehmen.


Bitte beachten Sie, dass DNS-Änderungen zwischen 12 und 48 Stunden dauern können, bevor diese global wirksam werden. Dies ist abhängig von den jeweiligen Zugangsprovidern und kann von uns nicht beeinflusst werden. Mehr über die DNS-Propagation erfahren Sie in unserem Blogartikel "DNS-Propagation: Was ist das?".


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