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DKIM steht für DomainKeys Identified Mail. Es handelt sich um ein E-Mail-Authentifizierungsverfahren, das es Domaininhabern ermöglicht, ausgehende E-Mails kryptografisch zu signieren. Der Hauptzweck von DKIM ist es, sicherzustellen, dass eine E-Mail tatsächlich von der angegebenen Domain stammt und dass sie auf dem Weg zum Empfänger nicht verändert wurde. So soll verhindert werden, dass Spammer oder andere böswillige Parteien unerwünschte Nachrichten (z. B. Phishing-Nachrichten oder andere betrügerische Aktivitäten) mit einem legitimen Domainnamen als Absender versenden.
Beispiel
Der Spammer Anton möchte eine Phishing-Nachricht an die Empfängerin Beate schicken. Beate arbeitet in einem Unternehmen, dass die Domain beispiel.de verwendet. Damit Beate glaubt, dass es sich um eine legitime Nachricht handelt, verwendet Anton die Absenderadresse von Beate's Kollegen Horst horst@beispiel.de.
Die Verwendung von DKIM im Zusammenhang mit SPF (Sender Policy Framework) und DMARC (Domain-based Message Authentication Reporting and Coformance) erschwert es einem Angreifer unerwünschte Nachrichten mit einem legitimen Domainnamen in der Absenderadresse zu versenden. Sollte eine eingehende E-Mail weder die DKIM- noch die SPF-Prüfung bestehen, würde diese als Spam markiert oder direkt vom empfangenden E-Mail-Server abgelehnt werden. In Bezug auf unser Beispiel würde durch die Verwendung von DKIM, SPF und DMARC bei der Domain beispiel.de der Empfang der Phishing-Mail von Anton verhindert werden.
DKIM beinhaltet zwei Bestandteile, die bei der Authentifizierung angewendet werden: Dem DKIM-Eintrag, der in der DNS-Zone der Absenderdomain eingetragen wird, und dem DKIM-Header, der allen E-Mails dieser Domain hinzugefügt wird. So kann der empfangende Mailserver überprüfen, dass die E-Mail auch tatsächlich vom Absender stammt und von einem Server kommt, der authorisiert ist E-Mails für diese Domain zu versenden.
Hierzu verwendet DKIM ein Schlüsselpaar aus einem privaten und einem öffentlichen Schlüssel, die vom E-Mail-Provider generiert werden. Der öffentliche Schlüssel wird vom Besitzer der Domain in einem öffentlich zugänglichen DNS-Eintrag eingetragen. Der private Schlüssel verbleibt beim E-Mail-Provider und wird auf dem Mailserver installiert.
Wenn die Verifikation erfolgreich ist, kann der empfangende Server sicher sein, dass:
Ein DKIM-Eintrag ist ein TXT-Eintrag in der DNS-Zone einer Domain, der den öffentlichen Schlüssel für die DKIM-Verifizierung enthält. Empfänger-Mailserver nutzen diesen Eintrag, um die Gültigkeit der digitalen Signatur einer eingehenden E-Mail zu prüfen, die den privaten Schlüssel im DKIM-Header enthält. Der DKIM-Eintrag besteht aus:
selektor._domainkey.beispiel.de
selektor ist ein frei wählbarer Bezeichner, der es ermöglicht, mehrere DKIM-Schlüssel gleichzeitig zu verwalten (z. B. für Rotation oder unterschiedliche Dienste). Dieser wird immer vom E-Mail-Provider vorgegeben und wird in den DKIM-Header aufgenommen. Anhand des Selektors kann der empfangende Mailserver den notwendigen DKIM-Eintrag in der DNS-Zone des Empfängers finden.._domainkey. ist fester Bestandteil eines DKIM-Eintrags und wird in allen DKIM-Dateinamen verwendet.beispiel.de steht für die Domain des Absenders.v=DKIM1; k=rsa; p=MIGfMA0GCSqGSIb3DQEBAQUAA4... (öffentlicher Schlüssel)
v=DKIM1 ist die Versionsangabek=rsa gibt die verwendete Verschlüsselungsmethode an (RSA ist Standard)p= enthält den öffentlichen Schlüssel in Base64-kodierter FormEin vollständiger DKIM-Eintrag würde beispielsweise folgendermaßen aussehen:
webwide._domainkey.beispiel.de IN TXT v=DKIM1; k=rsa; p=MIGfMA0GCSqGSIb3DQEBAQUAA4kpessv892kmBZwsPA76
Um eine eingehende E-Mail zu authentifizieren sucht der empfangende Mailserver in der DNS-Zone der Domain beispiel.de nach einem TXT-Eintrag mit dem Selektor webwide.
Der DKIM-Header ist ein spezieller E-Mail-Header, der bei Versand der E-Mail vom Mailserver des Absenders hinzugefügt wird. Dazu erstellt er anhand des E-Mail-Headers, dem E-Mail-Text (als Hash) und dem privaten Schlüssel eine Signatur, die als Teil des DKIM-Headers an die E-Mail angehängt wird.
So könnte ein DKIM-Header beispielsweise aussehen:
v=1; a=rsa-sha256; q=dns/txt; c=relaxed/relaxed; d=beispiel.de; s=webwide; h=Content-Type:Subject:Date:From:Message-ID:To:MIME-Version:reply-
to:sender:cc:bcc:in-reply-to:references:content-transfer-encoding; bh=je21VYQ4QlXNRJnhbuZspex/7crmyBUZRDSodvseLQE=; b=DMs3DO/CH+ib3LkcTL0SRRyM
P9TrXpvom0jJ9VFWPKp+ukmRvniL7y/3PxMk/zeiwqtAqJKC03GGuHQ4B/GOXsP/EhuEKjY6doQ0l4J CPq6DcXYWivJKXpuEYRF9iu5LTuAS2LifUN73Ugdm7CRRhlmYp63Y+uDOML6pHY
lu8BBMfriJSYdQ E1SGGBWak0xqSc3p+xJ++62seV8Kh/4nQq1Y832KtTDLwLuX93jNYgamS+og3cz49Upae0MJDLGas /IgQXNYPuVTePY0LOnQThEPlEnXPW0W6/43pGM/FYRw+/RVm
BgOaPjWF/83oTyItNJaH9OPce4ymV NaTtLsLg==;
Der DKIM-Header enthält unter anderem:
v= gibt die verwendete Version an.s= ist der Name des Selektors, der vom empfangenden Server bei der Suche nach dem DKIM-Eintrag verwenden soll.d= enthält den Domainnamen des Absenders.h= gibt an, welche Felder des Headers zur Erstellung der digitalen Signatur verwendet wurden. In unserem Beispiel wurden die Felder Subject, Date, From, Message-ID, To, MIME-Version, Reply-To, CC, BCC, IN-Reply-To, References, Content-Transfer-Endcoding verwendet. b= ist der eigentliche Signaturwert, der aus h und bh erzeugt und mit Hilfe des privaten Schlüssels signiert wurde.bh= stellt den Hash des E-Mail-Textes dar. Er wird unter Anwendung einer speziellen mathematischen Funktion (Hash-Funktion) erstellt. Die Funktion ist ebenfalls im E-Mail-Header vorhanden, damit der empfangende Mailserver noch vor dem Herunterladen des E-Mail-Textes die digitale Signatur berechnen kann. Dies verringert die Verzögerungen, die beim Empfang einer E-Mail entstehen kann. a= ist der verwendete Hash-Algorithmus, der bei der Berechnung der Signatur (b) sowie zur Berechnung des E-Mail-Text-Hashes (bh) angewandt wurde. Der empfangende Mailserver verwendet denselben Inhalt, der unter h= enthalten ist, den Body-Hash bh= sowie den öffentlichen Schlüssel, um die Gültigkeit der digitalen Signatur zu überprüfen. Ist der korrekte private Schlüssel bei der Signierung verwendet worden und der Inhalt der E-Mail (Header + Text) unverändert, dann ist die DKIM-Prüfung erfolgreich.
DMARC ist ein Protokoll, das auf DKIM und SPF aufsetzt. Es definiert Regeln dafür, wie empfangende Mailserver mit E-Mails umgehen sollen, bei denen die Authentifizierung fehlschlägt. Alle drei zusammen helfen dabei den E-Mail-Spam und E-Mail-Spoofing zu verhindern. Wie auch der DKIM-Eintrag wird der DMARC-Eintrag in der DNS-Zone einer Domain als TXT-Eintrag eingetragen.
Zusammenhang:
Sie haben bei uns einen Mailservice gebucht und versenden Ihre E-Mails ausschließlich über unsere Server? Dann müssen Sie nichts weiter tun. Wir erstellen beim Anlegen Ihrer Domain auf unserem Mailserver automatisch einen DKIM- und einen SPF-Eintrag für Ihre Domain und tragen diese in der DNS-Zone Ihrer Domain ein.
Nach dem Login werden Ihnen die Domain(s) angezeigt, die Sie bei uns verwalten. Klicken Sie nun auf das Zahnrad bei Ihrer Domain, um in die Einstellungen der jeweiligen Domain zu gelangen und wechseln Sie anschließend in den Reiter DNS.
Klicken Sie auf Eigene Zone anlegen, um die unten angezeigte DNS-Zone zu überschreiben.
Nun können Sie den gewünschten DKIM-Eintrag vornehmen.
Quelle: [Selektor]._domainkey
Typ: TXT
Ziel: v=DKIM1; k=rsa; p=[Domainkey]
Ersetzen Sie [Selektor] mit dem Namen des Selektors und [Domainkey] mit dem öffentlichen Schlüssel, den Sie von Ihrem E-Mail-Provider erhalten haben.
Klicken Sie auf Speichern, um die getätigten Einstellungen zu übernehmen.
Bitte beachten Sie, dass DNS-Änderungen zwischen 12 und 48 Stunden dauern können, bevor diese global wirksam werden. Dies ist abhängig von den jeweiligen Zugangsprovidern und kann von uns nicht beeinflusst werden. Mehr über die DNS-Propagation erfahren Sie in unserem Blogartikel "DNS-Propagation: Was ist das?".
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